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- Info
Aus der Vereinsgeschichte
Es ist weit und breit bekannt, dass die Ladiner sehr musikalisch sind. Wenn sie diesen Ruf auswärts geniessen, dann sind sie bei den Nachbarn infogle ihrer Musik und des Gesanges positiv aufgefallen. Ohne musikalische Talente wären aus den ladinischen Tälern nicht bekannte Musiker hervorgegangen wie Jan Batista Runcher aus Abtei, Matî Ploner aus Gröden und Luigi Canori aus dem Fassatal.  Die ersten MusikantenEin Dokument im Kirchenarchif von Abtei aus dem Jahre 1705 berichtet, dass es 1703 in Abtei „ Singer und Geiger „ gab, die den Gottesdienst verschönerten. Volkesstimme will wissen, dass bei der Primiz des Hochw. V.M.Mayerhofer von Coburg und Anger im Jahre 1758 in Abtei bereits eine Musikkapelle gespielt habe, ebenso wie bei der Primiz von Hochw. Baldessé Costalta ( 1745 – 1809 ) im Jahre 1774; einen schriftlichen Nachweis darüber gibt es nicht. Bereits ältere Generationen haben immer wieder behauptet, die Musikkapelle Abtei sei bedeutend älter als die schriftlichen Quellen dies zeigen. Es ist erwiesen, dass die Musikkapelle Abtei bereits im Jahre 1835 „ ein solemnes Rorateamt mit Musik „ bestritten hat , was ein Dokument aus demselben Jahr im Kirchenarchiv von Abtei beweist. Treibende Kraft soll der Bauer Felix Valentin ( 1765 – 1836 ) vom Hof „ Schwarz „ im Weiler Valgiarëi gewesen sein. Ferner wird berichtet, Herr Josef Valentin ( 1796 – 1872 ), ein Sohn des genannten Bauern, habe im Schwarzwald Uhrmacher und Instrumentenbauer gelernt. Ob der Hof in Valgiarëi deshalb den Namen „ Schwarz „ trägt, ist nicht erwiesen; es gab in Sotvalgiarëi bereits vor 1800 eine Familie Schwarz. Nach diesen beiden Valentin hat Jan Evangelist Flatscher vom Hof Valacia ( längst aufgelassen), Lehrer und Organist im Ort, die Musikkapelle von 1853 – 1867 geleitet. Dieser Stabführer hat den Musikanten die ersten Noten beigebracht, während man bisher alles auswendig nach Gehör improvisiert hatte. Die Musikkapelle, die anfänglich wohl nur aus kaum einem Dutzend Musikanten bestand, spielte während der Prozessionen an hohen Festtagen und nach der kirchlichen Feier folgte ein Konzert auf dem Dorfplatz.1875 hat Pater Ujöp Freinademetz seine Primiz in Abtei gefeiert, die von der Musikkapelle verschönert wurde. Mit dem Lehrer und Organisten Paul Vittur ( 1872 – 1922) bekam die Musikkapelle 1893 einen recht fähigen Musikdirigenten. Bei den damaligen zahlreichen Primizfeiern im Tal wurde die Musikkapelle Abtei eingeladen, auch in anderen Ortschaften des Tales das große Fest mit ihren Klängen zu verschönern. Nu wenige Dörfer hatten damals schon eine eigene Kapelle. Am 12. Juni 1912 hatte die Musikkapelle Abtei die Ehre, den Prinzen Erzherzog Eugen von Habsburg musikalisch zu begrüssen; er war als Vertreter des Kaisers auf dem Weg zur Einweihung des Denkmals von Catarina Lanz in La Pli da Fodom / Buchenstein. Nicht wenige Musikanten hatten im ersten Weltkrieg den Tod gefunden. Kapellmeister Vittur ist mit dem Leben zwar davongekommen, die Strapatzen des Krieges hatten seine Gesundheit aber derart in Mitleidenschaft gezogen, dass er 1922 kaum 50 –jährig verstarb. Die aufgerissene Lücke konnte die Musikkapelle mit dem Bauern Sepl Pitscheider vom Hof Sotćiastel als Kapellmeister kurz überbrücken.
Neuer Dirighent und neue Tracht Mit dem Jungbauern Giuvani Valentin ( 1904 – 1994 ) vom Weiler Valgiarëi hatte die Musikkapelle einen tüchtigen und sehr musikalischen Dirigenten gefunden; er hatte die Musik im Blut. Über 40 Jahre hat er den Stab geführt und die Kapelle auf hohes Niveau gebracht. Bei zahlreichen Konzerten und Wettbewerten konnte sie ihr Können unter Beweis stellen. Valentin scheute weder Zeit noch Mühe , seine ganzen musikalischen Talente zum Wohl der Kapelle einzusetzen. Der lange Weg vom Berghof herunter und dies bei jeder Witterung bis ins Dorf zu den vielen Proben war ihm nie zu beschwerlich gewesen. Unter diesem Kapellmeister konnte die Musikkapelle 1940 die erste Tracht anziehen. 1959 wurde zum erstenmal ein Präsident gewählt in der Person des Herrn Felize Flatscher vom Weiler Ćiaminades, der die Rechnungen und Protokolle führte. Eine neue Tracht konnte 1959 ohne grössere Probleme angefertigt werden, was den Musikanten neuen Auftrieb und Motivation bescherte. Ab dem Jahre 1966 leitete für wenige Jahre Herr Franz Valentini vom Hof Frëinademez die Musikkapelle. Auch eine Tanzkapelle „ Die Böhmische „ ist seit Jahren recht aktiv und spielt gelegentlich zum Frühschoppen vor manchem Gasthof des Ortes und bei geselligen Veranstaltungen. Sie besteht aus za. 20 Mann und trägt eine eigene Kleidung. 
Die Ära der Brüder PescollerIm Jahre 1968 übergab Herr Flatscher die Präsidentschaft der Kapelle an Herrn Erich Pescoller, ein Sohn des Pfarrmesners. Kapellmeister waren abwechselnd Lois Willeit aus Enneberg ( La Pli ) und Herr Bruno Pescoller von hier. Im Jahre 1978 hat der junge, dynamische und sehr musikalische Fridl Pescoller, ein Bruder der vorgenannten Pescoller, die Stabführung übernommen, die er heute noch innehat. Mit grossem Können und Diplomatie hat er die Musikanten auf hohes Nioveau gebracht. Motivation, Freude und Begeisterung konnte er immer den Musikanten beibringen, ansonsten wäre die Kapelle nicht auf über 70 Mitglieder angewachsen; sehr viele junge Talente sind dabei. Die jungen Kräfte werden auch mit moderneren Melodien für die Musik begeistert.
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